Wald, Wind und Gegenwind

Grüne luden zur Diskussion über den Teilplan Energie des Regionalplans

„So gut wie alles, was wir tun, wirkt sich negativ auf unsere Umwelt aus – Erneuerbare Energien tun das weniger – aber natürlich wirken auch sie sich aus!“ Wibke Brems, Sprecherin für Energie- und Klimapolitik der Grünen Landtagsfraktion, fand am Montag im Kaisersaal des Kattenturms treffende Worte. In ihrem Vortrag erläuterte die gelernte Diplom-Ingenieurin vor gut 40 Zuhörern die klimapolitischen Ziele der NRW-Landesregierung. „Nordrhein-Westfalen ist ein Kohleland“, so Brems, „der Anteil der Erneuerbaren Energien liegt in NRW aktuell bei gerade einmal 8 Prozent, der der Kohle immer noch bei 75.“ Dabei komme ein Drittel der gesamtdeutschen Emissionen aus unserem Bundesland. „Natürlich retten wir mit einem Gesetz in NRW nicht gleich die Welt. Aber auch NRW muss seine Emissionen reduzieren.“

Eingeladen hatte die Kreistagsfraktion der Grünen unter dem Titel „Wind im Wald – Energiewende kontra Natur- und Artenschutz?“ vor dem Hintergrund des Teilplans Energie des Regionalplans, der für den Arnsberger Wald Windenergieflächen vorsieht. Schon die Überschrift zeigt, wie kontrovers das Thema ist: Atomausstieg, Energiewende, das sind urgrüne Anliegen. Genauso wie der Schutz bedrohter Natur und Arten. In der anschließenden Diskussion meldeten sich Kritiker – „Benennen wir den Naturpark Arnsberger Wald bald in Windpark Arnsberger Wald um?“ – genauso zu Wort wie potenzielle Betreiber – „Allein schon wegen der derzeitigen Vergütung müssen die Anlagen heute so groß sein.“

Wibke Brems betonte, dass letztlich die Planungshoheit bei den Kommunen liege, im Rahmen eben der Vorgaben des Landes. Für die Städte und Gemeinden bedeute das auch neue Möglichkeiten der kommunalen Wertschöpfung. Betreiber der Windanlagen sollten also in der Kommune ansässig sein.

Besonders kritisch diskutierten die Teilnehmer die Kriterien, die der Teilplan Energie für den Kreis Soest annimmt. So meldeten sich Stimmen die bemängelten, dass das Datenmaterial insbesondere zum Artenschutz nicht aktuell sei.

 

 

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